Kiten lernen

Kitesurfen lernen bei ProBoarding Rügen

Los gehts: Schritt für Schritt

Um Kiten nicht nur für sich selbst, sondern auch für andere sicher zu machen, sollten die ersten Kite Versuche mit einem Lehrer absolviert werden. Die folgenden Informationen sollen zeigen, was man von einem professionellem Kiteunterricht erwarten darf und soll, sind aber nicht dafür gedacht, einen Kitekurs zu ersetzen.

Trainerkite im Schnupper und Grundkurs

1. Der Trainer Kite


Der erste Schritt ist es, zu lernen, wie man einen Kite fliegt! Man sollte ca 2-3 Stunden mit einem 1-2 m2; Trainer Kite verbringen – das hört sich nach viel an, aber auf diese Weise kommt man schneller an den Punkt einen Kite zu beherrschen, als sofort mit einem Tubekite zu starten!

Kitesurfen Windfenster und Winderkennung

2. Das Windfenster

Mit dem Trainer Kite findet man auf einfache Art und Weise eine neutrale Position des Kites am Rande des „Windfensters“ heraus. Wenn man mit dem Rücken zum Wind steht, erstreckt sich das Windfenster vor Dir in einem Bogen von Deiner rechten bis zur linken Seite, und reicht vom Boden genau bis über Deinen Kopf. Die neutrale Position, in der der Kite am wenigsten Kraft hat, ist genau über Dir. Diese Position ist nicht nur wichtig beim Start und bei der Landung. Man sollte in der Lage sein den Kite von jeder denkbaren Position aus schnellstmöglich in diese Neutrale Lage zu bekommen!

3. Die Powerzone

Wenn Du die neutrale Lage beherrschst, ist es an der Zeit die Powerzone kennen zu lernen. Am Einfachsten ist es den Kite zwischen einer 11 und 1 Uhr bzw. 2 und 10 Uhr Position in einem leichten Achter hin und her zu fliegen. Je größer der Achter dabei wird, desto mehr Kraft entwickelt der Kite auch zunächst.

Kitesurf Grundkurs Flugübungen

4. Weitere Übungen und Manöver

Wird das Kitehandling soweit beherrscht, ist es bis zu Deinem ersten Body drag nicht mehr weit.. Body drag bedeutet, dass man sich kontrolliert von dem Kite durchs Wasser ziehen lässt. Man merkt schnell dass es ratsam ist, den Tainer Kite in allen möglichen Situation zu beherrschen (mit geschlossenen Augen, rückwärts usw..), da einem diese Situationen auf dem Wasser alle begegnen werden und es ist besser, auf alle Eventualitäten vorbereitet zu sein. Ziel sollte es sein, den Kite weitgehend blind zu fliegen, damit hat man mehr Zeit sich auf andere Dinge zu konzentrieren, etwa wo das Brett ist, oder wo man hinfährt.

Kitesurfen sicher lernen!

5. Das Depoweren

Der nächste Schritt ist die Sicherheit auf dem Wasser. Am Wichtigsten ist es zu wissen, wie man den Kite komplett depowered. Je nach Bar und Safety System ist dies unterschiedlich. Der erste Reflex in einer Notsituation ist es, einfach die Bar los zu lassen. Bei jedem System sollte dies den Kite komplett depowern.

Wasserstart mit dem Kite

6. Der Wasserstart Relaunch

Im Laufe Deines Kitelebens wirst Du unzählige Stunden mit dem Wasserstart verbringen. Glücklicherweise gibt es inzwischen sehr gut funktionierende Systeme, die diese Prozedur zu einem einfachen Spiel machen. Hauptproblem ist, dass ein abgestürzter Kite meist auf der leading edge liegend Richtung Lee zieht. Ziel ist es den Kite entweder durch ansteuern (Bowkite), schwimmen oder einfaches ziehen der 5ten Leine auf den Rücken zu drehen. Wenn dies geschafft ist, braucht man nur noch an einer Seite der Bar zu ziehen, der Kite baut seine C-Form auf und lässt sich somit wieder starten. Diese Technik bedarf einiges an Übung und man ist gut beraten, wenn man sich das Vorgehen von einem Lehrer zeigen lässt, und dann – üben, üben, üben

Kitesurf-Kurs Trainingseinheit Bodydrag

7. Der Body Drag

Jetzt wo Du das Fliegen eines Kites beherrschst und weist, wie man einen Kite aus dem Wasser startet oder ihn depowered, ist es an der Reihe den ersten Body Drag auszuprobieren. Am Besten ist es, wenn Du entweder einen Lehrer bei Dir hast, oder einfach jemanden, der dich am Trapez festhält und Dir dabei Anweisungen geben kann.

Wenn Du mit der Segelterminologie noch nicht vertraut bist, dann ist es nun an der Zeit den Begriff „kreuzen“ kennen zu lernen. Genau das wirst Du nämlich beim Body Drag tun. Du wirst in einem zick-zack Kurs von rechts nach links downwind gezogen. Fliege den Kite in kleinen Achtern zur linken Seite, um nach links gezogen zu werden und versuche das gleiche auf der rechten Seite.

Dabei solltest Du immer zwei Dinge im Kopf behalten:

1. Wie bringe ich meinen kite schnellstmöglich in eine neutrale Position?

2. Wie depowere ich meine Kite auf der Stelle?

8. Body Dragging Upwind

Da wir es nicht empfehlen eine Boardleash zu benutzen, ist es wichtig den Upwind Bodydrag zu beherrschen, will man sein Board nicht verlieren. Am Besten geht dies, in dem man seine Führungshand upwind richtet und seinen Körper senkrecht zu den Flugleinen ausrichtet. Auf diese Art und Weise benutzt man seinen Körper wie ein Ruder und kann gegen die Kraft des Kites Höhe laufen. Dieses Manöver bedarf einiges an Übung, aber sobald Du auch diesen Trick beherrschst, kannst Du Dich aus so gut wie jeder kniffligen Situation von selbst befreien.

Kitesurfen lernen auf Rügen

9. Ready to go

Nach einigen Body Drag Versuchen und reichlich Flugerfahrung geht es nun richtig los! Entgegen der landläufigen Meinung, braucht man nicht unbedingt Board Erfahrung um loslegen zu können. Der Kite entwickelt genug Zug nach oben und vorne um leicht aufs Brett zu kommen. Man sollte mit einem etwas größeren Board anfangen, da dieses eher ins gleiten kommt, als ein kleineres. Ausserdem sollte man einen Helm tragen und sich über alle Sicherheitsfeatures im Klaren sein.
Soweit so gut – und jetzt ab aufs Wasser! Und wenn Du soweit bist, dass Du an den Punkt zurück kiten kannst an dem Du Deinen Kite gestartet hast ist es soweit – Du bist ein Kiteboarder. Und jetzt ist es auch an der Zeit, Dir Dein eigenes Equipment zuzulegen..

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