„Zeitlos“

Man geht heute davon aus, dass es die Polynesier waren die schon im 12. Jahrhundert versuchten mit ihren Körpern, auf einer Planke oder in einem Kanu die Wellen abzureiten. Seefahrer brachten das Surfen ca. 1720 nach Hawaii, von wo aus es sich schnell ausbreitete und sogar ein wichtiger Bestandteil der dortigen Religion wurde. Ein friedlich spiritueller Umgang aller Altersgruppen insbesondere zwischen Mann und Frau führten zu einer fast 600 jährigen Erfolgsgeschichte deren Grundlage das Surfen bzw. das Wellenreiten war. Bis, ja bis die ersten Missionare ca. 1820 eintraffen und mit ihren Bestseller Lehren gegen heidnischen Brauchtum und unsittlicher Zeitverschwendung es schließlich 1823 kurzerhand verboten. Ab diesem Zeitpunkt ging die kulturelle Einbindung des Surfens verloren. In den darauf folgenden sechs Jahren  waren die Wellenreiter an den meisten Stränden von Hawaii und Polynesien fast vollständig verschwunden. Und wie sieht es heute aus ? Global Surfing, ob Eismeer oder zentral Afrika, Winter oder Sommer die Menschen kehren immer suchend zu ihrem Ursprung zurück. Surfen und speziell in unserem Fall das Kitesurfen kann durchaus als Medium dienen, in der heutigen Zeit den nötigen Abstand zum Alltag zu bekommen, sich sportlich zu betätigen und als zufriedener Menschen den Tag zu verabschieden. Heute wie vor 800 Jahren.