Karamba-Karacho-Corona

Die Wassersportwelt ist in vielen Bereichen eine Welt für sich. Schon bei unseren ersten Rundgängen über das Messegelände wird einem schnell bewusst, die Definition „Normal“ kann für ein Produkt den Ladenhüter-Status bedeuten. Wer will oder interessiert sich schon für „Normal“, Superlative wie „Mega“ oder „Einzigartig“ bestimmen das Messegeschehen und sorgen hübsch präsentiert für eine „man ist very important unter sich“ Stimmung. Ein Jahrmarkt für Technikverliebte und ein Laufsteg für alle zukünftigen Besitzer einer Sunseeker 88, deren Garderobe schon einen dezenten Hinweis darauf gibt, dass Boote unter 20 Meter nicht in Frage kommen. Und während im Mega-Yacht-Bereich Dom Perignon durch Handverlesene Hostessen kredenzt wird, greift man in Surferkreisen auf keinen Fall auf deutsches Premium-Bier zurück. Alles was man zu sich nimmt, muss entweder einen exotisch klingenden Namen tragen oder farblich an die 80er erinnern. Die Frage, die sich uns nun stellt ist, ob Corona Bier wirklich geeignet ist zum Anstoßen oder  man es einfach nur lässig in der Hand hält um damit Weltenbummler Erfahrung vorzutäuschen. Wie auch immer, wer sich aus finanziellen Gründen das ein oder andere Boot auch nächstes Jahr noch aus der Besucher Perspektive Anschauen muss, dem sei gesagt: Viele Träume werden diese Messe auch in Zukunft praktisch nicht verlassen. Es sind eben oftmals die kleinen Dinge im Leben, die selten weniger spannend aber dafür deutlich günstiger sind. Ein Surf- oder Kitekurs kann z.B. so ein Einstieg in diese faszinierende Welt des Wassersports sein, und der Beginn einer länger anhaltenden Freundschaft ohne Dauerliegeplatz und Winterlager. Ahoi