Slingshot Celeritas 2012 // 5’8“ & 5’11“ im Test

Eines der absoluten SurfBoard Favoriten von Slingshot  ist seit Jahren das Celeritas. Kaum ein anderes Board, vereint beste Allroundeigenschaft dessen Potenzial sich leicht und schon nach kurzer Zeit erschlieĂźen lässt. FĂĽr das Modelljahr 2012 gibt es den attraktiven Alleskönner der stark ĂĽberarbeitet wurde gleich in zwei Größen, 5’8“ und 5’11“. Der Wellenreiter mit der ausgeprägten konkave und dem etwas breiteren Heck, bietet sich perfekt fĂĽr kleine bis mittelgroĂźe Wellen in Nord und Ostsee an. In der Größe 5’11“ macht sich zusätzlich ein riesiger Einsatzbereich, Benutzerfreundlichkeit und eine verbesserte Carvingeigenschaft bemerkbar. Das Board besitzt eine gewisse Ausgeglichenheit, dem der Fahrer schnell sein Vertrauen schenkt.

Angleiten: Eines der herausragenden stärken des Celeritas ist sein passives Angleiten. Ein geringes Abfallen verhilft dem Board schnell über die Gleitschwelle, damit gehört es zu den auffälligsten Boards seiner Klasse.

Durchgleiten: In der Gleitphase fühlt sich das Celeritas frei und flüssig an. Selbst bei passiver Fahrweise entwickelt der Board-Shape so viel Auftrieb, dass das Brett auch mit weniger Kite-Zug noch lange und kippstabil durchgleitet. Verantwortlich dafür ist die Verhältnismäßig flache Bodenkurve, die Neugestaltung des Hecks, welches 2012 winger ist und ein Diamondtail aufweist.

Geschwindigkeit: Das Board marschiert förmlich los, und erreicht zügig eine sehr gute und hohe Endgeschwindigkeit. Dabei ist es richtungsstabil, selbst Kabbelwasser kann das Celeritas nicht merklich abbremsen.

Höhelaufen: Die Amwindeigenschaften sind sehr gut, und schaffen schnell ausreichend Raum für großzügige Turns und längere Wellenritte.

Laufruhe: Bei anspruchsvollen Bedingungen benötigt das 5’11 ein wenig  mehr an Aufmerksamkeit als gewohnt, um die Laufruhe aufrecht zu erhalten. Entspanntes dahin Cruisen wechselt bei ĂĽberpower und groĂźen Wellen zu einem eher sportlichen Charakter, dem kann jedoch mit einem aktiven Gewichtstrimm  entsprechend gegengesteuert werden.

Bottom Turn: Langgezogene Turns mit hohem Tempo bieten sich mit dem Celeritas perfekt an, und können unter geringem Geschwindigkeitsverlust sauber zu Ende gebracht werden. Die Rails und Finnen liefern permanent eine sichere, harmonische Führung und guten halt.

Cutback: Bei schnell ausgeführten Cutbacks, sollte viel Druck aufs Heck gebracht werden um den gewünschten Haken zu schlagen. Das breite Heck sorgt zwar für reichlich Gleitreserve, kommt aber an die engen Radien eines Pit bzw. Tyrant nicht ganz heran. Dreht der Fahrer das Board auf der Wellenlipe ein, und verlagert sein Gewicht mehr auf den vorderen Fuß, steht einem schönen überziehen des Hecks nichts im Wege.

Agilität: Die Agilität des Celeritas bestimmt der Fahrer mit seinen Impulsen an das Board selbst. Bleibt der Fahrer passiv, zieht das Board souverän seine Bahnen und zeigt keine Tendenz vom eingeschlagenen Kurs abzuweichen. Für ein wirklich lebendiges Board Verhalten, muss sich bewegt werden was eine gewisse Aktivität des Fahrers voraussetzt.

Fazit: Das Celeritas kann dank seiner harmonischen Gesamtgestaltung, bestehend aus Länge, Outline und dem breiten aber dĂĽnnen Heck, ein GroĂźteil der Pro Punkte fĂĽr sich Verzeichnen. Im Vergleich zu seinem kleinen Bruder hat der 5’11“ einen noch größeren Einsatzbereich und könnte das Board fĂĽr schwerere Surfer werden. Beide Boards erlauben einen sehr bewegten Fahrerstyle. Der in Bottom Turns ein weites nach vorne lehnen und im Anschluss ĂĽber den hinteren FuĂź eng ausgefĂĽhrte Cutbacks zulässt. Schnelle Carvingturns sind selbst im kabbeligen WeiĂźwasser mit einer gewissen Laufruhe gut Kontrollierbar. Die Präzision und die engen Turns eines Pit erreicht es nicht ganz, dennoch fĂĽhlt sich das Celeritas immer reaktionsfreudig und kompakt an. Insgesamt betrachtet ist das Celeritas auch 2012 wieder eines der vielseitigsten Wave-Boards fĂĽr Nord und Ostsee. Es gleitet gut durch Windlöcher, gibt sich mit nicht so sauber geformten Wellen mehr als zufrieden und verzeiht dem ungeĂĽbten Fahrer mangelhafte Technik. Unser Fazit: Sehr guter Gesamteindruck und leicht zugängliche Performance.

// Slingshot Celeritas 5’8“ und 5’11“ Tri-Fin / 2012 – 799,00 €
5’8“  (im ProBoarding Test)
5’11“ (im ProBoarding Test)