Underground Tahee 2011 // 141x42cm & 146x44cm im Test

Möglichst viel Board für verhältnismäßig wenig Geld. Underground bietet 2011 mit dem Tahee ein Board in vier verschiedenen Größen an. Die Qualität der Kiwi-Schnitten ist seit vielen Jahren auf höchstem Niveau und macht innerhalb der Board-Range keine Unterschiede. Eine gute Serienausstattung, komfortables Fahrverhalten und eine angemessene Fahrleistung zu einem fairen Preis ist das Grund-Konzept. Für 2011 wurde das Tahee in seiner Form überarbeitet, herausgekommen ist ein optimiertes, etwas breiteres Board was je nach Größe einen unterschiedlichen Flex aufweist.

Angleiten: Das Tahee ist auf Ein und Aufsteiger ausgerichtet, es unterstĂĽtzt den nicht immer perfekten Wasserstart optimal und versucht Fehlbelastungen zu kompensieren.

Gleiten: Bei den abmaĂźen von 141×42 und 146×44 sind hervorragende Gleit-Werte nichts Ăśberraschendes. Eine freie Gleitlage und gute Endgeschwindigkeiten werden zĂĽgig erreicht. Dadurch stabilisiert sich das Tahee schon nach einigen Fahrmetern. Bei einer Länge von 141 benötigt man mittleren, und bei 146 geringen bis mittleren Kitezug fĂĽr die Gleit-Fahrt.

Agilität: Unter Berücksichtigung der Länge ist das Switch-Verhalten ausgezeichnet. Aufgrund des planen Unterwasserschiffs zeigt das Tahee einen gut zu kontrollierenden Drift bei engen Radien. Das 146 wirkt in dieser Disziplin etwas holprig.  Die Abstimmung zwischen den 5cm langen Finnen und der Board-Kante verläuft sehr harmonisch. Weite Radien und Windlöcher durchgleitet das Tahee mühelos.

Komfort: Im Bereich Komfort unterscheiden sich die jeweiligen Größen erheblich. Das 141×42 wurde mit deutlich mehr Flex ausgestattet. Dadurch fĂĽhlt es sich einerseits  komfortabler an, andererseits verliert es in seiner Größe wichtige Punkte beim Angleiten und der Geschwindigkeit. Der Rocker von ca. 4,3 cm schluckt einiges an Unebenheiten und verhindert ein ungewolltes Einspitzeln. Das 146×44 ist im direkten Vergleich zum 141 härter abgestimmt, der Rocker beträgt ca. 3,5 cm. Beide Boards besitzen ihrer Größe entsprechend die gleiche Outlinie, und zeigen sehr gute Eigenschaften beim Höhelaufen. Störendes Spritzwasser während der Fahrt wurde nicht festgestellt.

Springen: Der Absprung ist unabhängig vom Fahr-Level leicht zu finden. Finnen und Board-Kante greifen so gut, dass sogar ein beachtlicher Pop entsteht. Landungen sollten wenn möglich übers Tip-Ende erfolgen. Da plan gelandet sich die volle Breite und Länge äußerst  hart bemerkbar macht.

Fahrkönnen: Das Tahee richtet sich an fast alle Könnensstufen, jedoch in erster Linie an Ein und Aufsteiger. Schwergewichtige Fahrer und Kiter die sich im Aufsteiger-Level befinden werden in dem jeweiligen Tahee das passende Board finden. Fehler verzeihend und praktisch unkompliziert, diese Eigenschaften setzen kein besonderes Fahrkönnen voraus.

Fazit: Die Preise fĂĽr Kite-Boards haben sich mittlerweile um die 600,-€ festgesetzt. Desto erfreulicher sind gelegentliche Ausnahmen wie das Tahee. Underground bietet fĂĽr 449,- € ein sehr gut verarbeitetes und leicht zu fahrendes Board an. Unabhängig davon wie schnell und in welche Richtung sich der Fahrer entwickelt, das Tahee belohnt mit Lernerfolg und FahrspaĂź. Schwere Freerider werden in dem 146×44 bei moderatem Windverhältnissen den perfekten Be-GLEITER finden.

// Underground Tahee 2011 // 449,00 €
// 134×40 cm
// 141×42 cm (im ProBoarding Test)
// 146×44 cm (im ProBoarding Test)
// 152×46 cm