Kiteschule auf Rügen im Test

Kitesurfen extremer Wassersport

Viola vom Urlaubermagazin testet Schulungsangebot

In den letzten Jahren hört man immer mehr vom Kitesurfen. Auch auf Rügen wird es immer populärer. Scheint ein tolles Revier zu sein. Wie oft stand ich schon am Ufer und bestaunte die Kiter. Das will ich auch!!! Exklusiv für die à la carte Leser packe ich also meine Sachen, was so viel war wie ein Badetuch, Sonnencreme, eine Kleinigkeit zu Essen verbunden mit einem mehr als dezenten Kribbeln im Bauch.

Kitesurfschule auf der Insel Rügen

Eigentlich sieht alles ganz leicht aus. Aber ist es denn auch so? Worauf kommt es an? Talent? Mut, weil es doch so gefährlich ist, wie es so oft heißt? Immerhin ist Kiten eine Extremsportart. Auf geht’s zu Haiko, Pro Boarding Rügen in Klein Zicker bei Thiessow.

Kitesurfkurs mit ProBoarding Rügen
Kitesurfkurs mit ProBoarding Rügen

Ein freundlicher Empfang. Das beruhigt schon mal. Das Equipment ist sehr hochwertig. Von der Luftpumpe für den Kite, über den Kite an sich, bis zum Neoprenanzug und Helm – für uns Schüler nur das Beste. Tja, und dann das Lehrbuch für die Theorie. Muss sein. Zwischen den einzelnen Kapiteln bleibt immer noch ein bisschen Zeit für einen Plausch. Und so erfahre ich, das Haiko für seinen Sport lebt. Im Winter tobt er sich in wärmeren Gefilden aus, im Sommer hier auf Rügen. Ich scheine einen Meister seines Fachs als Lehrer zu haben. Das beruhigt noch mehr. Es geht direkt zum Strand nach Middelhagen. Ideales Fotowetter ist es leider nicht: leicht regnerisch, aber zum Glück warm. Wir beginnen mit der Theorie und legen gleichzeitig erste Hand an: Kite aufpumpen, Leinen auslegen, Lenkstange (Bar) halten und dazu jede Menge Erläuterungen. Haiko nimmt sich viel Zeit, um auch die Sicherheitsvorkehrungen zu besprechen, welche Möglichkeiten es gibt, sich vom Schirm zu lösen, oder wie man einfach nur Power aus dem Schirm nimmt. Auf in Richtung Wasser. Die Aufregung nimmt eindeutig zu. Wir stehen bis zur Hüfte im nassen Element, Rücken Richtung Luv. Wo ist das Windfenster, die Powerzone, die Softzone und der Windfensterrand? Was hat Haiko uns alles erklärt? Im richtigen Moment beuge ich mich nach vorn, ziehe an der Bar – geschafft! Der Kite ist in der Luft. Jetzt den Windfensterrand abfliegen und den Kite auf 12 Uhr einparken. Irres Gefühl. Es folgen die Bodydrags, das heißt ich lege mich auf dem Bauch ins Wasser und lasse mich vom Kite ziehen. Klappt wunderbar. Dann das Ganze mit den Füßen voraus. Und weil es so schön ist: alle Übungen mit nur einer Hand an der Bar vollführen.

Jetzt ist es nicht mehr weit bis auf’s Board. Es folgen die Übungen zum Wasserstart, wir probieren diverse Standpositionen auf dem Brett. Plumps – und wieder ist der Kite im Wasser. Ich habe aufgehört zu zählen. Nennen wir es „Auf und nieder, immer wieder“. Es ist noch kein Meister vom Himmel gefallen. Das gilt auch für mich. Der Spaßfaktor ist aber riesig.

Am zweiten Tag ist es dann soweit. Ich kite die ersten Meter. Was für ein Gefühl! Aufregend, irre. klasse. Ab jetzt heißt es selbstständig üben, üben, üben. Wie schnell die Zeit vergeht.

Meine zwei Tage sind leider um. Und ich habe ein neues Hobby! Was ist mit Ihnen? Auf geht‘s nach Klein Zicker. Übrigens: Haikos Vater hat das Kiten noch mit 64 Jahren erlernt…

Kitesurfschule mit Shop und Ferienwohnungen auf der Insel Rügen

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